Akzeptanz & Toleranz ...

Das Gleiche?

In der Umgangssprache werden Toleranz und Akzeptanz oft ähnlich verwendet. Für manche Menschen bedeuten diese zwei Worte sogar das Gleiche.

Viele Menschen sind auf ihre Toleranz unglaublich stolz, dabei ist sie nicht mehr als ein Gnadenakt und bedeutet soviel wie ertragen, aushalten, erdulden. Einen Menschen zu tolerieren heißt also das „Anderssein“, andere Auffassungen, Meinungen und Einstellungen eines Menschen zu erdulden und zu ertragen. Inklusion durch bloße Toleranz ist nicht möglich. Sie bewirkt lediglich das passive „Nebeneinanderherleben“ der Menschen, wie es bei der Integration der Fall ist. Für eine inklusive Gesellschaft ist jedoch eine aktive Auseinandersetzung mit dem Anderen nötig.

„Toleranz sollte eigentlich nur eine vorübergehende Gesinnung sein - sie muss zur Anerkennung führen. Dulden heißt beleidigen.“

Johann Wolfgang von Goethe

Akzeptanz bedeutet ursprünglich soviel wie annehmen, übernehmen, gutheißen. Einen Menschen zu akzeptieren bedeutet folglich das „Anderssein“, andere Auffassungen, Meinungen und Einstellungen eines Menschen anzunehmen. Akzeptanz ist eine Voraussetzung für die Inklusion, da man sich aktiv mit dem Anderen auseinandersetzen muss. Das Akzeptieren des Anderen geschieht über das Verstehen. Verstehen setzt jedoch Kontakt und Kommunikation voraus. Akzeptanz ist eine Voraussetzung für die Inklusion.

"Die Akzeptanz der Unterschiede ist Voraussetzung für die Überraschung von Gemeinsamkeiten."

Sir Peter Ustinov