Ein Ausflug in die Geschichte

Ausgrabungen belegen mittlerweile, dass es tatsächlich schon mal eine Zeit gab, in der Solidarität mit hilfsbedürftigen Gruppenmitgliedern und fehlgebildeten Kindern herrschte. Sie wurden unterstützt und mitversorgt, obwohl die anderen Mitglieder der Gruppe kaum einen Nutzen davon gehabt haben dürften. Bestimmt wurde in dieser rauen Zeit nicht zimperlich mit den Behinderten umgegangen. Es war die Zeit der Neandertaler und diese liegt schon 40.000 Jahre zurück. Aber seien wir ehrlich: Zwischen Säbelzahntigern und Mammuts war für Zimperlichkeiten auch keine Zeit.

In den folgenden Jahrtausenden war der Umgang mit Behinderten allerdings weniger sozial, geschweige denn solidarisch. Sie wurden verachtet, als Jahrmarktattraktion missbraucht, aussortiert und ausgesetzt. Immer wieder mal gab es nach dem Prinzip der „Nächstenliebe“ und Armenpflege Einrichtungen für die Behinderten, meist von der Kirche. Trotzdem wurde ein Behinderung oft als Strafe Gottes oder Teufelsbesessenheit gesehen. In der Zeit, als der Nationalsozialismus aufkam, wurden die Behinderten sogar Zwangssterilisiert. Kurz vor dem 2. Weltkrieg kam es zur Exklusion, der Aussonderung der Behinderten.