Tipps & Tricks

Bei der Hilfe zur Selbsthilfe gibt es einige "Goldene Regeln", die man beachten und sich zu Herzen nehmen sollte. Wenn man diese beherzigt, machen sie einem das Leben schon um vieles leichter.

Grundsätzliches

Postweg vermeiden

Anträge sind, wenn möglich, persönlich bei der zuständigen Behörde abzugeben oder abgeben zu lassen. Denn schnell landet Ihr postalischer Antrag auf einem großen Haufen, fällt dann irgendwann herunter und kann natürlich nicht bearbeitet werden. Manchmal verschwinden Anträge auch auf unerklärliche Weise oder sind nicht angekommen. Doch kann keiner sagen, dass der Antrag nicht angekommen ist, wenn Sie sich die Entgegennahme von der jeweilige Person quittieren lassen.

Hartnäckig sein

Wenn Sie einen Antrag gestellt habt, dürfen Sie auch keinen Fall einfach warten, bis ein Bescheid oder eine Ablehnung kommt. Denn das kann durchaus schon mal mehrere Monate dauern. Nach spätestens vier Wochen sollten Sie das erst Mal nachfragen. Wenn der zugesagte Zeitrahmen (bzw. eine Woche) vergangen ist, fragen Sie erneut nach. Wichtig ist, dass ihr immer am Ball bleibt und euch nicht kleinkriegen lasst. Dann weiß die Behörde gleich, dass sie euch nicht auf der Nase herumtanzen kann. Nur wer sich hartnäckig zeigt, kommt auch zu seinem Recht

Wenn Sie vorgenannte Punkte beherzigen, wird dies in Ihrer Akte bei der jeweiligen Behörde vermerkt werden. Treten Sie der Behörde von Anfang an entschlossen und hartnäckig gegenüber, tritt auch Ihnen gegenüber die Behörde anders auf.

Liste führen

Haben Sie einen Brief verschickt, sind bei einer Behörde gewesen oder mit einem Sachbearbeiter telefoniert, notieren Sie sich Tag, Zeit, Behörde und entsprechende Person, mit welcher Sie gesprochen haben. Passiert ein Fehler können Sie immer belegen, dass es nicht Ihrer war. Von Schriftstücken und Anträgen sollten entsprechend immer Kopien gemacht werden. Außerdem empfiehlt es sich eine Telefon- und Adressliste mit allen wichtigen Leuten und Behörden anzulegen.

Unterlagen griffbereit halten

Jede Behörde möchte Nachweise haben. Daher wird man viele Unterlagen, je nach Situation, immer wieder brauchen. Dazu gehören zum Beispiel Kontoauszüge, Behindertenausweis, Einkommensnachweise, Pflegeanerkennung, Arzt- und Krankenhausberichte. All diese Sachen sollte man immer drei mal in Kopie bereithalten, weil man sie besonders anfänglich immer wieder benötigt. So spart man sich jede Menge Zeit und Aufwand und schohnt seine Nerven. Außerdem sollte man sich von seinem Hausarzt jegliche Berichte von Kliniken oder anderen Ärzten, die er bekommt, einmal in Kopie geben lassen. Auf diese Weise kann man selbst schon Berichte beilegen, die eine Behörde erst anfordern müsste.